Die Zwiebelfalzer Kehrwoche sollte ursprünglich Hudelbuxer Kehrwoche heißen (denn die Hudelbuxer hätten die Kehrwoche eigentlich dringender nötig), wurde aber mangels Unterstützung (bzw. Fundamentalboykotts durch den Hudelbuxer Bürgermeister) nach Zwiebelfalz verlegt.

Bei Renate Runkel wurden die Initiatoren, die Hudelbuxer Anstandsdamen, mit offenen Armen, Besen und Kehrschaufel begrüßt. Seit dem glänzt Zwiebelfalz jedes Jahr etwas mehr.

Wenig Verständnis für den “ausufernden Putzwahn” zeigt dagegen die Reliquie Hezekiel. Sie  beschwert sich regelmäßig im Zwiebelfalzer Rathaus über die wöchentliche Reinigung ihrer Gruft durch die Haushälterin von Pater Pius. “In der Kehrwoche benutzt Haushälterin Marie ein extra scharfes Reinigungsmittel. Das bleicht meine Knochen”, jammerte das Skelett unlängst.

Und auch die Fledermäuse in den Höhlen unter dem Zwiebelfalzer Münster fürchten den jährlichen Anschlag auf ihr gemütliche Zuhause. “Es blitzt und blinkt anschließend, wir kriegen kein Auge mehr zu”, so der empörte Sprecher der Fledermäuse.