“Es war auch nicht schlimmer als das letzte Jahr”, erklärte der Mounty gleich als erstes auf der traditionellen Tag-danach-Presse­konferenz.

Sieben Bewohner hätte man bereits beim Fest­tags­gottesdienst wiederbeleben müssen, zwölf seien auf dem Weg zur Staatsbarkasse verloren gegangen und siebzehn bis acht­undreißig habe man wahrscheinlich in der Hudel­buxer Bucht verloren.

Das wären keine ungewöhnlichen Zahlen, und er sei sich sicher, dass alle Vermissten in den nächsten drei bis zwölf Wochen wieder auftauchen würden. Wobei er zugeben müsse, dass die drei Vermissten vom letzen Jahr auch noch nicht wieder da seien.

Zum Zustand der vor Ort Verarzteten verwies Mounty Roberts an die zuständige Zwiebelfalzer Klinik. Viktor Vektor ließ sich wie jedes Jahr durch Schwester Abigail vertreten. “Der Doktor ist zu beschäftigt”, hauchte sie der anwesenden Presse ins Mikro, um dann umso resoluter die Ausschweifungen der vorwiegend männlichen Bevölkerung anzuprangern.

“Die vertragen nichts mehr”, sprang ihr der Hudelbuxer Kneipenwirt Alfons Knörps zur Seite. Statistisch hätte im letzten Jahr noch jeder, dem Kindergarten entwachsene Hudelbuxer, sieben und eine halbe Maß getrunken. Diese Jahr seien es nur noch knapp sieben Maß gewesen. “Das ist wirtschaftlich sehr bedenklich”, so der Bier-König. Er forderte den Hudelbuxer Bürgermeister auf, dringend etwas für die Wirtschaftsförderung zu tun.

Der Wirtschaftsförderer in spe ließ sich mit der Begründung entschuldigen, er hätte die Wirtschaft am Vatertag schon genug gefördert. Die nächste fünf Wochen wären mal andere an der Reihe.