Schwester Abigail

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Als Krankenschwester liegt Abigail nur eins am Herzen: Das Wohl ihres Arztes. Routiniert hält die zahnhaarige Blondine langweilige Routine und weibliche Patienten von Viktor Vektor fern.

Schwester Abigail begann ihre medizinische Karriere als Gerüchte-Entbindungshelferin in Hudelbux. Ihre herausragenden Fähigkeiten im In-die-Welt-setzen und Aufpäppeln von jungen Gerüchten erregten die Aufmerk­sam­keit von Dr. Viktor Vektor, der sie daraufhin als Verstärkung seines Ein-Mann-Teams abwarb.

(Er beteuert, dass Abigails hautenge und unvorschriftsmäßig gekürzte Kittel keinen Einfluss auf diese Entscheidung nahmen.)


Seither stellt Abigail Viktor Vektors In­fu­sions­streitmacht, verteidigt die heiligen me­di­zi­nischen Hallen des Gottes in Weiß und achtet darauf, dass Viktor Vektor

1. geistig nicht verkümmert und nicht mit langweiligen Krankheiten belästigt wird (Abigail lässt nur interessante Fälle in seine Praxis, was in Zwiebelfalz zur Bildung völlig neuer Krankheitsbilder geführt hat).
2. entsprechend gehuldigt wird (sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Viktor Vektors Er­fol­ge und geist­reiche Äußerungen regelmäßig an die Presse weiter zu geben, da er selbst keine Zeit für Öffentlichkeitsarbeit hat).
3. keinen Damenbesuch empfängt (das betrifft auch Kranke: Seit Abigail das Sagen hat, darf Viktor Vektor seine jüngeren, hübscheren weiblichen Patientinnen nur noch im Stockfinstern behandeln, damit er ihre weiblichen Reize nicht sieht).

Die resolute Blondine ist dem Chefarzt längst hoffnungslos verfallen und macht diesem abwechselnd mit Flirtattacken, Charmeoffensiven, großen Geschenken und ebenso großen Eifersüchteleien das Leben zur Hölle. Die Leidensgeschichte dieser großen, tragischen Arztromanliebe lässt sich übrigens in Schwester Abigails Tagebuch und Poesiealbum nachlesen.