Hugo von Hudelbux

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Hugo von Hudelbux III ist Bürgermeister in der dritten Generation. Eigentlich waren es we­sent­lich mehr (man vermutet, dass die von Hu­del­bux bereits seit der Gründung von Hudel­bux die Bürgermeister stellen), be­wei­sen lässt es sich aber nicht mehr. Alle Auf­zeich­nun­gen fielen dem Großen Brand von Hudel­bux zum Opfer.

Gerüchten zufolge soll Hugo I diesen Brand selbst gelegt haben, nachdem er in der Fa­milienchronik in den Stadtarchiven eine er­schüt­ternde Entdeckung gemacht hatte. Das ist kaum haltbar, immerhin halten sich die von Hudelbuxens nachweislich von Bü­chern oder gar Archiven fern.

Hugo von Hudelbux III wurde jedenfalls noch nie freiweillig in der Nähe eines Schriftstücks gesehen. Das bojenförmige Stadtoberhaupt sieht sich irgendwo zwischen dem Son­nen­könig Ludwig XIV und König Ludwig II von Bayern, seine Gegner setzen ihn eher zwi­schen Napoleon (wegen der geringen Körpergröße, die er mit Größenwahn kom­pen­siert) und Heinrich den VIII (obwohl Hugo noch keine Frau gefunden hat, ge­schwei­ge denn sechs).

Bei der Bevölkerung von Hudelbux ist der Bürgermeister sehr beliebt, hält er sich doch weitgehend aus der Verwaltung der Stadt heraus und widmet sich stattdessen lieber der Ausarbeitung gefinkelter Intrigen gegen seine Ratsmitglieder und seine Zwiebelfalzer Amtskollegin Renate Runkel. Mit innovativen, nicht zwangsläufig praktikablen Vorschlägen und nicht immer rechtmäßigen Mitteln bringt er Leben in den beschaulichen Hudelbuxer Kleinstadtmief und versucht, Hudelbux im zwischenstädtischen Prestigekampf zu Vor­teilen zu verhelfen.