Friedrich Kümmerlein

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Friedrich Kümmerlein hat den schlimmsten Job der Welt: Er ist Kämmerer in Hudelbux. Die Leere und Ödnis der Stadtkasse haben dem Ärmsten neben Albträumen auch einige „liebenswerte Schrullen“ bereitet.

Als Kämmerer von Hugo von Hudelbux hat Friedrich Kümmerlein ein beklagenswertes Amt. Der desolate Zustand der Hudelbuxer Finanzen und der sorglose Umgang des Bürgermeisters mit den knappen Geldern kosten ihn schlaflose Nächte. Mit kreativer Buchhaltung versucht er, die Situation in den Griff zu bekommen. Dabei greift er tief in die administrative Trickkiste, was ihm weitere schlaflose Nächte bereitet. Ständig fühlt er sich beobachtet – meist von Beamten des Finanzamtes.

Da er nachts nicht schläft, ist er tagsüber immer müde. Um ja keinen wichtigen Termin und keine Börsenentwicklung zu verschlafen, umgibt er sich mit möglichst vielen Uhren. Penibel achtet er darauf, dass jede eine andere Uhrzeit anzeigt (nur die Sanduhr will nicht mitspielen …) – das gibt ihm ein Gefühl der Sicherheit, sich noch im richtigen Zeitrahmen zu bewegen. Man kann ihn guten Gewissens als Zwangsneurotiker bezeichnen.


Gelegentlich sorgt Friedrich Kümmerlein mit innovativen Geldbeschaffungsvorschlägen für Aufsehen im Gemeinderat. (So regte er etwa einen teuren Kurs „Surfen auf der Papierflut“ und den Verkauf von Hugos privater Schundromansammlung an, um die Stadtkasse zu füllen). Immerhin ist ihm mit großem persönlichen Aufwand die Entwicklung und Eta­blie­rung des „Gewerbegebiets Böse-Buben-Wald“ gelungen und auch seine Ideen für die touristische Nutzung des Hochprozentige-Geister-Sumpfs scheinen auf fruchtbaren Boden zu fallen.