Der Zwiebelfalzer Weihnachtsmarkt ist ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen darf. Selbstgeklöppelte Geschichten von Oma, moralisch einwandfreier Kitsch von den Anstandsdamen, und anspruchslos Fragwürdiges von Hugo, Kerzenständer von den Putten und kleine puttige … äh … putzige Wollschäfchen für die Weihnachtskrippe (aus echt Elke-Heidschnuck-Wolle) laden zu maßlosem Weihnachtskonsum ein.

Daneben gibt es jedes Jahr garantiert mindestens einen handfesten Skandal, für den sich der Weg nach Zwiebelfalz lohnt. So kettet sich Zeitungsente Mechthild regelmäßig an den Weihnachtsbaum am Stand von Brauhausbesitzer Alfons Knörr, um lautstark gegen den Konsum von Entenbraten zu protestieren. Hugo von Hudelbux hält, während er genüßlich an seiner Keule knabbert, bis zum zwölften Glühwein dagegen. Danach liegt er schnarchend in der Tanne und übertönt den Protest von Mechthild, den diese beleidigt einstellt und von dannen watschelt.

Starcoiffeur Éstéphan Barbièrre hat an seinem Kosmetikstand regelmäßig hitzige Diskussionen mit den Anstandsdamen über sein nicht vorhandenes ökologisches Gewissen. „Natürlich verwende ich nur Gentechnick & pure Chemie für meine Qualitätsprodukte. Biologisch Produkte braucht kein Mensch. Biologie sorgt ja gerade dafür, dass wir alt aussehen“, empört sich der Meister der optischen Verschönerung.