Die traditionelle Messe am Weihnachtsabend auf dem Hudelbuxer Rathausmarkt, die ursprünglich mit einer kurzen Andacht vom Inquisitor begann und einem kleinen aber feinen Konzert der Zwiebelfalzer Blechbläser unter der Leitung von Renate Runkel beendet wurde, ist inzwischen völlig aus dem Ruder gelaufen und für die Hälfte des Hudelbuxer Haushaltsdefizits und die immer länger andauernden Kuraufenthalte des Kämmerers verantwortlich.

Nach den ersten (friedlichen) Weihnachtsmessen meldeten sich auch Pater Pius (natürlich nur auf Drängen seiner Herde), Literaturschaf Elke Heidschnuck (auf Drängen ihrer Herde), Bürgermeister Hugo von Hudelbux (auf Drängen der Bürger), Zeitungsente Mechthild (auf Drängen der Leser) und viele, viele weitere Zwiebelfalzer und Hudelbuxer regelmäßig zu Wort.

Die musikalische Eskalation verlief proportional. Nach den Blechbläsern folgte der Hudelbuxer Shantychor “Ahoi”, der Flötenverein “Hohes Fis”, der Hornbläserverein der Räuber aus dem Böse-Buben-Wald und viele andere namhafte Gruppen aus den beiden Metropolen.

Die Mega-Veranstaltung, mit dem logistischen Aufwand einer Olympiade,  erhebt inzwischen Anspruch auf den Titel der längsten Weihnachtsmesse der Welt und ist dafür verantworlich, dass in Hudelbux und Zwiebelfalz noch drei weitere Weinachtstage eingeführt wurden.