Der Tag der offenen Tür im Hudelbuxer Schuldturm wird von Ausbrecherkönig Eberhard „Eddy“ Nödel regelmäßig zur Flucht genutzt, die meist aber schon auf dem Besucherparkplatz nach einer spektakulären Verfolgungsjagd von Mounty Roberts unter tösendem Applaus der vor dem Kassenhäuschen wartenden Frühaufsteher beendet wird.

Das ist aber nur eines der zahlreichen Highlights, die den interessierten Besucher erwarten. In der bestens ausgerüsteten Folterkammer, in der fachkundige Folterknechte über die Unterscheidung von echten erpressten Geständnissen und Fake News dozieren, können Neugierige die althergebrachten Methoden hautnah erfahren.

Beliebt sind auch Aufenthalte in der dunkelsten Gefängniszelle, die eigens für lichtempfindliche, pubertierende Computerhacker eingerichtet wurde. Weil in den letzten Jahren die ungesehenen Vergehen (meist ging es dabei um Erregung öffentlichen Ärgernisses) in der Dunkelzelle überhand nahmen, muss diese am Tag der offenen Tür leider mit einer funzeligen Kerze ausgestattet werden.

„Das ließ sich leider nicht mehr anders handhaben“, so Mounty Roberts, der beteuert, dass die Dunkelzelle aber „noch immer dunkler ist, als das Gewissen aller Verbrecher, die mir je untergekommen sind“. Kerze hin oder her sei der Hudelbuxer Schuldturm einer der Modernsten weltweit.