Es hätte die Innovation des Jahrhunderts werden sollen. Das Produkt, auf das die ganze Welt seit der Erfindung der gemeinen Socke wartet: die Sockensortiermaschine.

Auch auf die Einwohner von Hudelbux und Zwiebelfalz wartet nach fast jedem Waschgang das Grauen. Dann nämlich, wenn ein Berg von frischgewaschenen Socken auf die Sortierung wartet. Kaum eine Socke mag zu einer anderen finden. Und jedesmal bleibt ein Berg von Einzelsocken liegen, die so gar nicht vermittelbar sind.

Doch damit soll jetzt Schluß sein. Besser gesagt, sollte.

Auf einer außerordentlichen Pressekonferenz präsentierte Hugo von Hudelbux am vergangenen Freitag das neueste technische Meisterwerk aus dem HUBICON (Hudelbuxer Business and Innovation Center of Needless Science).

Es sei simpel in der Bedienung (unsortierte Socken rein, sortierte Socken raus) und außergewöhnlich schnell (3,2 Sekunden pro Paar). An der optimalen Größe der Maschine müsse man noch ein bißchen arbeiten (aktuell noch die Größe einer Tennishalle).

Aber, so der Bürgermeister stolz, die Maschine stehe jedem Zwiebelfalzer und Hudelbuxer Bürger ab sofort kostenlos zur Verfügung.

Bereits am Samstag früh bildeten sich lange Schlangen vor dem HUBICON. Bis zur Mittagszeit verwandelte die Wundermaschine Waschkörbe voller Socken in ordentliche Paare. Gegen Mittag kam ein wenig Unruhe auf, als ein sichtlich nervöser Mounty das HUBICON kurz vor seiner unerwarteten Explosion evakuieren ließ.

Die Hudelbuxer Feuerwehr war die ganze Nacht mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Verletzt wurde aber nur der Ruf von Renate Runkel, die nicht erreichbar war, nachdem man in den Überresten der Sockensortiermaschine eine verknotete und nicht zulässige lila Damenstrumpfhose gefunden hatte.