Hugo von Hudelbux ist es in diesem Jahr , wie im jedem Jahr, erneut gelungen, den Schafschlittenrennen-Pokal bei der Meisterschaft Zwiebelfalz-Hudelbux an sich zu reißen. In einem spektakulären Kopf-an-Kopf-Rennen mit Amtskollegin Renate Runkel konnte er am Ende um einen halben Hufbreit den Sieg erringen.

„Hugo hat wie immer nicht fair gespielt“, beklagte sich Renate Runkel, die nicht zum ersten Mal in ihrer Karriere den begehrten Pokal abgeben musste. „Er hatte Elke dabei – die hat ihm bestimmt Tipps gegeben, wie er das Gespann lenken soll.“

Hugo von Hudelbux konterte: „Meine Schwarzköpfe sind schwer zu bändigen (besonders die Locken; Anm. der Red.), ich hatte das Recht, mir kompetente Unterstützung zu holen.“ Elke wollte sich dazu nicht äußern und nuschelte nur etwas von „Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing'“, was den Verdacht der Bestechung nahelegt.

Weitere drei Schafschlitten gingen beim großen Rennen an den Start. Kapitän Mr. Th… aus Hudelbux belegte den ehrenvollen dritten Platz, Pater Pius hingegen gelang es nicht einmal, die Startlinie zu überqueren. Er hatte Elkes Familie vor seinen Schlitten gespannt.

„Die Schafe haben sich nicht vom Fleck gerührt“, sagt er enttäuscht. „Ich weiß nicht, wie es dazu kommen konnte.“ Dass das möglicherweise mit dem Eklat auf der Wiese des Bauern Semmel zusammenhing, wies er entrüstet von sich.

Hezekiel, der sich ausnahmsweise in die Kälte wagte, wurde disqualifiziert, weil er eine Abkürzung quer durchs Oval nahm. „Ich konnte die Absperrung nicht sehen. Versuchen Sie doch, als Skelett dreidimensional zu sehen“, versuchte er sich herauszureden. „Das war Diskriminierung!“