Zur Ankurbelung der Wirtschaft forderte der Rat einstimmig die Einführung einer Abwrackprämie. Weniger einstimmig war die anschließende Diskussion über die Verwendung.

Der Kämmerer forderte die Abwrackprämie für Bürgermeister mit einer Amtszeit über 25 Jahre. Der Bürgermeister forderte die Abwrackprämie für miesepeterige Kämmer und verlegte kurzerhand den Amtsitz des Nörglers aus renovierungstechnischen Gründen in das zweite Kellergeschoss des Rathauses.

Die Hudelbuxer Anstandsdamen forderten die Abwrackprämie für veraltete und unaussprechliche Wörter. “Erst kürzlich musste ich mir von der Haushälterin des Zwiebelfalzer Paters anhören, dass ich “A aldbachas Gloid” hätte”, echauffierte sich Dornhöschen. Und erst recht der Hudelbuxer Rat sei geradezu angewiesen auf das sprachliche Fördergeld.

Der Hudelbuxer Bürgermeister tat laut kund, dass er sich eher für eine Abwrackprämie für überflüssige Umgangsformen erwärmen könne und warf die beiden Damen kurzerhand aus dem Sitzungssaal. Da die Diskussion zum Redaktionsschluss noch offen war, wird der Dorfpranger in einer seiner nächsten Ausgaben weiter darüber berichten.

Fest steht aber, dass Hugo von Hudelbux mal wieder etwas falsch verstanden hat, als der Kämmerer “Beamtenmülleimer” vorschlug. “Ein Missverständnis”, jammert er jetzt, da sie verwendet werden. “Ich dachte, ich bekomme einen Privatmülleimer für meinen Privatmüll!”