Die Haushaltsmesse „Haus & Zeugs“ eröffnete am Freitag ihre Pforten im Gewerbepark Böse-Buben-Wald. Die von den ortsansässigen Räubern ausgerichtete Verkaufsveranstaltung galt früher als Geheimtipp für erstklassige Hehlerware.

Hudelbuxer und Zwiebelfalzer konnten hier ihre geklauten und bereits von den Versicherungen erstatteten Gegenstände gegen geringes Entgeld wieder zurück erwerben.

Inzwischen ist die Messe aber weit über die Grenzen von Hudelbux und Zwiebelfalz bekannt, und die Hehlerware macht nur noch einen kleinen Teil des Umsatzes aus. Heute liegt der Schwerpunkt auf praktischen Haushaltshilfen und Nippes.

„Wir tragen dazu bei, dass das Leben in den eigenen vier Wänden komfortabler und behaglicher wird“, so ein Sprecher der Räuber. „Das lohnt sich auch für uns.“

Außerdem habe die Berufsgruppe der auf Einbruch spezialisierten Räuber im Laufe der Zeit viel Erfahrung gesammelt.
„Wir brechen seit Jahren in die unterschiedlichsten Häuser und Wohnungen ein. Einfach schrecklich, was wir da so alles vorfinden“.
Unvereinbare Stilrichtungen, Möbel und Tapeten träfen auf gruselige Auslegeware und grauenhaften Plunder. Mancher Räuber habe seinen Einbruch gar vorzeitig abbrechen müssen.
„Einige der Herren waren anschließend mehrere Tage lang krankgeschrieben. Es war schrecklich“, so der Sprecher erschüttert. Auch aus Rücksicht auf diese Kollegen habe man ein Zeichen setzen wollen.

Man habe sich daher in den weihnachtlichen Bastelgruppen der örtlichen Räuber-Vereine umgesehen und festgestellt, dass sich viele der ausgestellten Kunstobjekte nicht vor den Schöpfungen internationaler Designer zu verstecken bräuchten.
„Wir sind dann auf die Künstler zugegangen und haben sie für unsere Messe gewinnen können“, so der Sprecher stolz.


Der Messe-Sprecher versicherte aber, dass die Räuber auch weiterhin ihrem gelernten Beruf nachgehen würden. „Bei einem Einbruch kommen einem die tollsten Ideen und man bleibt auf dem neuesten Stand der Inneneinrichtung.“

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