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Mütter (oder überhaupt Frauen) sind beim Vatertagsgottesdienst in der Hudelbuxer Kneipe unerwünscht. Einzig Zeitungsente Mechtild ist geduldet, wird ihre Berichterstattung nach dem dritten Maß doch deutlich wohlwollender.

Der Vatertag ist einer der höchsten Feiertage in Hudelbux. Trotz des auffallenden Fehlens von Kindern fühlen sich an diesem ganz besonderen Tag alle männlichen Bewohner der Stadt angesprochen und sind (zumindest am Anfang) auf den Beinen, um nicht ganz einzigartige Traditionen zu pflegen.

Traditionell beginnt der Tag mit einem Laiengottesdienst in der Hudelbuxer Kneipe, wo statt Messwein Bier gereicht wird. Eine Gegenveranstaltung des Inquisitors in der Hudelbuxer Kirche wurde nach ein paar Jahren mangels Teilnehmer wieder eingestellt. Der Drohung des Inquisitors, Nicht­anwesen­den blühe die ewige Verdammnis, setzte Hugo von Hudelbux das Versprechen einer höchst bür­ger­meis­terlichen Absolution entgegen.

Der Inquisitor beschränkt sich seit dieser Zeit auf die Verteilung von Flugblättern vor der Hudelbuxer Kneipe. Diese werden immer gerne angenommen, geht es doch nach dem Festgottesdienst auf direktem Weg zur Hudelbuxer Staatsbarkasse.

Auf der traditionellen Vatertagstour durch die Hudelbuxer Bucht opfern dann die einen ihr Frühstückbuffet Neptun, während die seemännisch festeren Bewohner kleine Papierboote aus besagten Flugblättern falten und diese aufs Meer hinaus treiben lassen.

„Die Qualität des Papiers ist einzigartig“, schwärmt ein begeisterter Teilnehmer. Die mit kirchlichem Papier gefalteten Boote sind berühmt für ihre Reichweite. Angeblich wurden in den vergangenen Jahren schon Papierboote aus Hudelbux auf den Fidschi-Inseln gesichtet.