„So steht es sich nicht weiter!“, schimpfte das Hudelbuxer Denkmal gestern vor einer Gruppe kroatischer Last-Minute-Touristen. „Ich fordere eine Urlaubsvertretung“, so das aufgebrachte Ebenbild von Hugo von Hudelbux unter dem Beifall der Mittelmeerbewohner.

Seit Jahrzehnten würde die Hudelbuxer Verwaltung die gerechte Forderung nach geregelten Arbeitszeiten ignorieren und das Denkmal im Regen stehen lassen. Doch damit sei jetzt Schluß. „Ich fordere den Bürgermeister ultimativ auf, auf meinen Sockel hinauf zu steigen und mit mir in Augenhöhe zu verhandeln“, so der Goldjunge.


Hugo von Hudelbux, der normalerweise kein Problem damit hat, sich auf einen Sockel zu stellen, vertröstete sein vergoldetes Abbild auf unbestimmte Zeit. „Die nächsten drei Wochen habe ich meinen wohlverdienten Urlaub, danach werde ich zwei Wochen entspannen um im Anschluss für sechs Wochen Ferien zu machen“, so der Bürgermeister. „Danach nehme ich vermutlich eine längere Auszeit. Das habe ich mir verdient, und ich werde mich in dieser Zeit nicht um die kleinlichen Meckereien eines Denkmals kümmern.“

Das Denkmal erwägt nun, unter seinen Besuchern und Bewunderern eine Unterschriftenaktion zu starten und eine Petition beim Europäischen Denkmalschutz einzureichen. „Mir fehlen nur noch ein Stift und ein Blatt Papier“, so das Denkmal. „Und natürlich jemand, der die Liste herumreicht. Ich selbst bin ja auf meinem Sockel festgeschraubt, was ein weiteres Beispiel für die lausige Behandlung ist, die mir hier angedeiht.“

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