Wenig überraschend stieß die kürzlich vorgebrachte Forderung des Hudelbuxer Denkmals nach Urlaub, geregelten Arbeitszeiten und Schutz vor Witterungseinflüssen beim Hudelbuxer Stadtrat auf taube Ohren. Dennoch verklang der Protestschrei nicht ungehört und fand ebenso unerwartete wie empörte Resonanz im weit entfernten Zwiebelfalz.

„Denkmal-Sein ist Berufung, nicht Beruf!“, stellte das goldene Schafsdenkmal auf dem Zwiebelfalzer Pfarrhausvorplatz klar. „Dass dieser mickrige Hudelbuxer Goldhugo Urlaub fordert ist anrüchig, unehrenhaft, verwerflich, moralisch zweifelhaft, ethisch fragwürdig, eine Schande für die Denkmal-Innung und eine Beleidigung für jedes ernsthaft herumstehende Denkmal“, giftete Gold-Elke, die nicht versäumte anzumerken, dass „vom arbeitsscheuen Hudelbuxer Gesindel kaum mehr zu erwarten sei“ und obendrein auch „nicht alles Gold ist was glänzt“. (Eine Andeutung die möglicherweise Folgen haben könnte…)


Einzig die Forderung nach Gesprächen auf Augenhöhe fand Gold-Elkes volle Zustimmung und Unterstützung. „Als ich hier aufgestellt wurde hieß es, ich könne mit intellektuellen Feingeistern Detailfragen aus der Welt der Literatur diskutieren. Stattdessen fehlt es den meisten Besuchern an den elementarsten Grundkenntnissen und ich muss Unterhaltungen führen, die weit unter meinem Niveau sind „, so das enttäuscht-empörte Denkmal.

„Und wenn ich Gedichte rezitiere, dann hören nur die Tauben zu, und wer will schon vor tauben Zuhörern sprechen?! Das ist eine unzumutbare Zumutung, die ich nicht weiter hinnehme. Entweder das intellektuelle Besucherniveau wird drastisch angehoben, oder ich streike.“

Bis auf weiteres sind Zwiebelfalz-Touristen hiermit dringlich aufgefordert, dem Schafdenkmal

  • keine dummen Fragen zu stellen
  • keine dummen Antworten zu geben
  • ausreichende Bewunderung zu zollen und
  • es mit ihrem literarischen Wissen zu beeindrucken und versöhnlich zu stimmen.