Marie, erste Sopranistin des Lustigen Tenors, tritt schlagkräftig für mehr Taktgefühl ein.

Beim Tag der offenen Tür in der Seniorenresidenz „Zum Kuckuck“ musste Mounty Roberts einen handfesten Streit zwischen der Flötenspielgrupe „Das hohe Fis“ und dem Gesangsverein „Zum lustigen Tenor“ schlichten.

Geplant war, dass beide Gruppen ein fröhliches Gesangsspiel vortragen sollten. Doch noch vor der ersten Note gerieten der Kapellmeister des „Hohen Fis“ und die erste Sopranistin des „Lustigen Tenors“, die Haushälterin von Pater Pius, aneinander. Schuld war eine marginale Abweichung des Taktgefühls beider Gruppen. Während „Das hohe Fis“ immer nach dem Hudelbuxer Standardtakt probte, takteten die Sänger des „Lustigen Tenors“ nach dem international fast anerkannten Zwiebelfalzer Hochtakt.


Schlichten konnte den mit Flöten und Taktstock ausgefochtenen Streit nur eine moralische Instanz, der man beileibe kein mangelndes Taktgefühl vorwerfen konnte: Die Hudelbuxer Anstandsdamen. Beide Schwestern übernahmen jeweils eine Gruppe und führten das geflötete Singspiel annähernd synchron nach Greenwich Standardtakt zu einem glücklichen Ende.