Ärger im Böse-Buben-Wald. Auslöser war eine verbotene Facebook-Party vom letzten Wochenende, zu der ein unachtsamer Nachwuchsräuber versehentlich eingeladen hatte.

„Wir legen großen Wert auf eine solide Grundausbildung unseres Räubernachwuchses“, so ein nicht ganz offizieller Sprecher aus dem Böse-Buben-Wald. „Dazu gehört auch der eigenverantwortliche Umgang mit sozialen Medien. Immerhin ist Internetpiraterie ein lukrativer Geschäftszweig mit Zukunft, und es ist für Räuber wichtig, einen guten und direkten Draht zu ihren Opfern zu schaffen.“

Der Nachwuchsräuber habe sich von den vielen verwirrenden Funktionen des Portals hinreißen lassen und den genauen Standort des Böse-Buben-Walds nicht nur verraten, sondern zugleich als Veranstaltungsort für eine „oberaffengeile SM-Party“ tituliert.


„Ein Missverständnis“, wie der Jungräuber tränenreich beteuerte. Er habe seinen Mentoren eine Freude machen und zahlungskräftige Opfer direkt ins Räuberrevier locken wollen. „Freiwillig kommt doch sonst keiner mehr in unseren Wald!“, verteidigte er sich. Und dass „SM“ nicht die offizielle Abkürzung für „social media“ sei, habe er schließlich nicht wissen können.

Trotz sofortiger Löschung des anstößigen Beitrags und weiträumiger Absperrungen schafften es drei Teilnehmer bis in das Zentrum des Böse-Buben-Waldes und sorgten dort für erhebliche Verstimmung unter den Waldbewohnern.

„Wo bleibt eigentlich die Polizei, wenn man sie mal braucht“, so ein aufgebrachter Räuber, der nicht genannt werden will. „Wir achten hier auf eine ruhige Nachbarschaft und mögen kein zwielichtiges Gesindel!“ Der unachtsame Nachwuchsräuber wird wohl mit einem Internetverbot rechnen müssen.